advent5

Was Sie schon immer über LEBKUCHEN wissen wollten und keiner beantworten konnte:

Der Honigkuchen der Antike wandelte sich zum "Lebekuoche" des Mittelalters. Er wurde im Mittelalter von einer eigenen Zunft, den Lebküchnern oder Lebzeltern, hergestellt. Honig ersetzte in dieser Zeit den Zucker. Die Klöster wurden Zentren der Lebkuchenbäckerei, weil das Gebäck als gesund, heilend, verdauungsfördernd und appetitanregend galt und in der Fastenzeit genossen werden durfte. Verfeinert mit Nüssen, Mandeln oder Gewürzen oder versehen mit Heilkräutern - unter "Pfeffer" zusammengefasst waren Anis, Ingwer, Kardamon, Koriander, Muskat, Nelken, schwarzer Pfeffer, Zimt - wurde es zu Lebkuchen bzw. Pfefferkuchen.

In den Klosterküchen, die immer auch als Hostienbäckereien arbeiteten, entstand auch die Idee, Lebkuchenteig auf Oblaten zu backen, was dem Teig Halt und Schutz vor dem Austrocknen gab. Vor dem 16. Jh. wurde Lebkuchen vor dem Backen in Tonformen, später in Holz- oder Steinmodeln geformt. Die Bezeichnung "Lebkuchen" verleitet zu der Annahme, der "Lebens- oder Labekuchen" habe seinen Namen von "Leben" oder "Laben". Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Lebkuchen seinen Namen vom lateinischen "libum" (= Fladen, Flachkuchen, Opferkuchen) ableitet.

Der weihnachtliche Lebkuchenmann stellt heutzutage meist den heiligen Nikolaus, eine Phantasiefigur oder eine Lebkuchenfrau dar. Hinweise auf ein älteres Motiv, den Jahresmann, ergibt sich aus einem Gestaltungselement: Durch einen mittig von der Figur getragenen Tannenbaum o.a. wird durch die Figur die Zweiteilung des Jahres verdeutlicht. Der Lebkuchenmann, früher wohl eine Opferspeise, sollte die Sonne dazu gewinnen, das nächste Jahr fruchtbar werden zu lassen. Zum Teil lassen sich Reminiszenzen des Jahresmannes heute noch bei anderen Figuren nachweisen: Der Schweizer Hefekerl trägt einen Teigzopf längs auf dem Bauch.

via hier

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma
Site Meter